Bloggerrelations, Content-Marketing – all diese Buzzwords

Interessant sind die Diskussionen in den letzten Wochen und Monaten, bei denen es immer wieder um die Buzzwords wie „Bloggerrelations, Content-Marketing“ etc. geht. Aber was ist das, was bringt mir das, was soll das?

Die Begriffe tauchen immer gerne bei Agenturen auf, die sich jetzt einen neuen Anstrich geben wollen. Haben diese vorher schön Linkbuilding durch das Verkaufen von Textlinks verdient, müssen sie sich nach einem Algorithmuswechsel von Google nach einer anderen Einnahmequelle umsehen. Ist manches Mal nicht ganz so einfach und dann wird auch noch der Leser vergessen.

Blogger gelten wenig

Immer noch sieht es hierzulande so aus, als seien Blogger nur reine Amateure. Wenn ich das Wort im Zusammenhang mit „bloggen“ hören, stößt es mir schon wieder auf. Dies meistens aus dem Mund von PR-Verantwortlichen in irgendwelchen Hinterhofagenturen.

Schaue ich mir die Anfragen von PR-Leutchen und SEO-Menschen die letzten Monate so an, kommt das immer wieder in Wellen. Wenn diese Wellen ihren Höhepunkt erreichen, kann man fast vor amateurhaften Anfragen gar nicht schnell genug in Sicherheit gehen.

Der andere Punk ist die liebe Reichweite. Bei vielen PR-Leutchen ist es noch nicht angekommen, dass es viele Blogs gibt, die ein Nischenthema besitzen und eine eng fokussierte Nutergruppe ansprechen. In diesem Umfeld mal die Bloggerrelations zu pflegen und zu intensivieren, käme ihnen nicht in den Sinn. Warum auch? Sind ja nur 2000 Leser. Nun, manches Mal sind 2000 Leser mehr wert als 5000, die nur mal zufällig vorbeigeschaut haben. Aber hier rennt man gegen Windmühlen an.

Michael Firnkes hat gefragt, ob man ein Qualitätssiegel für PRO-Blogger braucht. Die Frage ist ja, wer vergibt das, was soll enthalten sein etc. – ändern sich danach die Anfragen von PR-Verantwortlichen oder die Einstellung gegenüber den (hauptberuflichen) Bloggern? Schwierig. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen – nein. Oftmals, jetzt schere ich die PR-Leutchen alle über einen Kamm – versuchen sie ja für viel Geld Sachen an den Mann oder die Frau zu bringen, die man nicht braucht. Daher brauchen wir die PR gar nicht, oder doch? Im Umkehrschluss bräuchten wir dann auch kein Siegel?!

Bei Reisebloggern hat sich solch Qualitätskodex schon einmal durchgesetzt und ich hebe beide Daumen für die Initiative. Es geht ohne Transparenz nicht.

Aber ich komme jetzt zu sehr vom Thema ab. Blogger sollten ernst genommen werden. Unabhängig von ihrer Reichweite. Bis das aber in den Köpfen der Verantwortlichen gelandet ist, ist es ein langer und steiniger Weg.

Nachtrag

Lesenswert ist das hier:

Und gelesen habe ich, dass es ja die Einordnung in Mami-/ Papiblogger gibt. Das finde ich ganz schlimm. Ehrlich.

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